Apple eröffnet seine Pforten

September 1st, 2009

Samstag war es endlich soweit – der zweite Apple-Store in Deutschland feierte seine Eröffnung, diesmal in Hamburg. Und besser spät als nie, möchte ich einen kurzen Erlebnisbericht veröffentlichen.

Nach einer langen Nacht im Hamburger Nachtleben, machte ich mich auf, der Eröffnung des Apple-Stores im Hamburger Alstertal Einkaufszentrum im Stadtteil Poppenbüttel mitzuerleben. Da die Fahrt mit den Öffentlichen Verkehrsmittel mit ganzen 90 Minuten “zu Buche schlägt”, war diese aufgrund von Schlafmangel schon anstrengend. An der S-Bahn-Station angekommen, sah ich die ersten Menschen die Treppen hinauf und hinab rennen. Anscheinend wollten sie die ersten sein – ob es ihnen gelang, kann ich nicht beurteilen.

So traf ich mich um 9 Uhr mit einem Freund (wie war Dein Nick noch gleich? ^^) und auf gings in Richtung AEZ. Dort angekommen begann die große Suchaktion, die der Nadel im Heuhaufen glich. Ein wildes Umherirren auf der Suche nach Menschen (und nebenbei einem Starbucks) forderte die erste halbe Stunde der eingeplanten Stunde zum Anstellen. Doch dann erblickten wir sie:

Die Schlange

Die Schlange

Kurz schockiert, machte mein Herz doch einen Freudensprung, schließlich schien es, als wenn die Schlange sich knapp hinter der Brücke auflöst. Weit gefehlt, die Schlange wurde von der Security bis nach draußen vor die Tür geleitet – wo wir uns dann auch, mit einem Kaffee in der Hand einreiten.

Wenige Minuten vor 10 ging es dann auch los. In typisch amerikanischer Manier begannen die Apple-Mitarbeiter schreiend und johlend durch die halbe Etage des Einkaufszentrums zu rennen (ja, das ist kein Scherz). So macht man in amerikanischen Unternehmen Stimmung, so stärkt man das Zusammengehörigkeitsgefühl, so motiviert man – na gut, mich nicht, aber das nur nebenbei. Als die Schreie und Schritte endlich verstummten, stieg der Geräuschpegel schlagartig an, die Türen wurden geöffnet und die ersten Menschen wurden in den Apple-Store gelassen. Die nächste halbe Stunde voller Anstehen, johlen und immer wieder ertönendem “Wir können Euch nicht hören!” erspare ich Euch und komme direkt zu meinen ersten Schritten in den Store.

Der Store

Der Store

Ehrlich gesagt, es war absolut enttäuschend. Auf (geschätzt) weniger als 300 qm (gefühlte 20 qm bei der Menschenmasse) präsentiert sich Apple hier hauseigen mit vielen MacBooks, iMacs, iPods und iPhones sowie betreffender Software und Zubehör. Dabei war für jeden grundsätzlich etwas dabei. Erwachsene konnten sich an hohen Tresen mit den Eigenschaften der MacBooks, iPods und -Phones vertraut machen, während Kinder an niedrigen, mit iMacs bestückten Tischen Spiele aus dem Lego-Franchise spielen konnten. Die Genius-Bar war sofort überlaufen und die ersten Kaufwütigen zückten schon ihre EC-Karte, sei es nun für Snow Leopard oder für ein neues MacBook.

Auch wenn ich keinen persönlichen Einblick in den Store Münchens werfen konnte, so sehen die Bilder doch weitaus pompöser aus, als wie der Norden hier “bedient” wird. Selbst Gravis in der Innenstadt hat hier eine weitaus größere Fläche auf 2 Etagen zu bieten – ok, ok, natürlich auch mehr Produkte. Doch was mich am meisten irritiert ist die Ortswahl. Nun gut, im Stadtteil Poppenbüttel ist die Kaufkraft wohl etwas höher, dennoch hätte ein Store in der City meiner Meinung nach mehr Charme gehabt.

So muss ich leider sagen, dass ich nach einem kurzen Rundgang auch schnell innerhalb von 15 Minuten wieder aus dem Laden verschwunden war (natürlich nicht ohne mein (zu kleines) T-Shirt). Schlußendlich ist es schön, sowas mal mitgemacht zu haben, dennoch blieb es leider weit hinter meinen Erwartungen zurück.

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